
Osteoporose
Wenn die Knochen brüchig werden
Die Wechseljahre können den Knochen zusetzen. Sie verlieren ihren natürlichen Starkmacher: das Hormon Östrogen. Dieser Mangels begünstigt den Abbau von Knochensubstanz und die Entwicklung einer Osteoporose.
Knochenbrüche und Witwenbuckel
Ein leichter Sturz, eine kräftige Umarmung oder eine andere Nichtigkeit lassen mitunter Knochen brechen. Davor fürchten sich viele ältere Frauen. Doch Knochenschwund, medizinisch Osteoporose genannt, äußert sich oft auch durch Rückenprobleme. Hinter akuten Schmerzen kann z.B. eine angeknackste Rippe oder ein eingebrochener Wirbel stecken. Ist die Osteoporose schon fortgeschritten, kann der tut der Rücken oft oft ständig wehschmerzen, weil sich die Wirbelsäule verformt hat und Muskeln wie Sehnen unnatürlich belastet werden.
Es gibt einige weitere typische Symptome für Osteoporose: Die Wirbelsäume verkrümmt sich und als Folge kann ein sogenannter Witwenbuckel entstehen. Die Betroffene ist oft schon kleiner geworden, als sie es mit 18 Jahren war. Am Rücken bilden dadurch sich Falten heraus, deren Ansicht an einen Tannenbaum erinnert. Auch wenn die Zähne frühzeitig ausfallen, kann dies auf Knochenschwund deuten.
Nach den Wechseljahren schrumpft die Knochenmasse deutlich
Osteoporose kann in jedem Alter auftreten. Meistens erkranken aber ältere Menschen – Frauen oft nach den Wechseljahren und Männer ab dem 60. Lebensjahr. Wenn die Knochen früher porös werden, sind in der Regel Krankheiten, wie Diabetes mellitus oder Morbus Crohn, oder Medikamente im Spiel.
Frauen entwickeln aus biologischen Gründen häufiger eine Osteoporose als Männer. Bis zu den Wechseljahren verlangsamt das Hormon Östrogen den Abbau der Knochen. Doch mit Beginn des Klimakteriums sinkt der Östrogenspiegel, der natürliche Osteoporoseschutz geht verloren und der weibliche Körper baut Knochen schneller ab. Dazu kommt, dass die meisten Frauen von Natur aus schlankere Knochen als Männer haben und deshalb anfälliger für Brüche sind.
Knochen sind eine Dauer-Baustelle
Bei Osteoporose werden die Knochen im Innern immer poröser. Die Knochensubstanz nimmt kontinuierlich ab, weil der Körper mehr Knochenmasse abbaut, als er ersetzt. Unsere Knochen sind permanente Baustellen und im Laufe des Lebens erneuert sich das Skelett so mehrere Male komplett. Diesem Umbau liegt zugrunde, dass unser Knochengerüst ein wichtiger Mineralspeicher ist. Hier lagert der Körper vor allem Kalzium ein und löst den Mineralstoff bei Bedarf wieder heraus. Bis etwa zum 30. Lebensjahr baut der Organismus mehr neues Knochengewebe auf als ab. Danach entwickelt es sich langsam anders herum: Der Körper entzieht dem Skelett mehr Kalzium, als er wieder einlagert. Ab einem Alter von zirka 50 beschleunigt sich der Knochenabbau, was jeden Menschen betrifft. Trotzdem bekommt nicht jede Frau und nicht jeder Mann eine Osteoporose. Eine große Rolle für das Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken, spielt die genetische Veranlagung. Aber auch ein Mangel an Kalzium und Vitamin D, einem für den Knochenstoffwechsel wichtigem Hormon, sowie zu wenig Bewegung und Rauchen sind Risikofaktoren.
Kalzium und Bewegung schützen vor Osteoporose
Um den altersbedingten Knochenabbau in Grenzen zu halten, lässt sich einiges tun. Kalzium ist immer wichtig, aber ab der Lebensmitte sollten Frauen besonders darauf achten, dass ihr Körper davon genug bekommt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Frauen nach den Wechseljahren täglich mindestens 1.300 mg, aber nicht mehr als 3.000 mg Kalzium zu sich zu nehmen. Wichtige Kalziumlieferanten sind z.B. Milch und Milchprodukte, aber auch Kalziumpräparate, z.B. Brausetabletten, können den Bedarf decken.
Ohne Sonnenlicht kann der Körper nicht genügend ausreichend Vitamin D bilden, das eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel spielt. Daher sollten täglich mindestens 30 Minuten Aufenthalt im Freien auf dem Programm stehen, bei dem Gesicht und Arme dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Bei Defiziten kommen Vitamin-D-Präparate infrage. Ganz wichtig ist Bewegung. Jede körperliche Aktivität stimuliert nämlich den Aufbau von Knochensubstanz. Außerdem verbessert Bewegung die Standfestigkeit und Koordination im Körper. Das schützt vor Stürzen und verhindert Brüche.
Hormontherapie gegen Osteoporose meist nicht sinnvoll
Wer Anzeichen einer Osteoporose bei sich entdeckt, sollte nicht lange zögern, sondern bald einen Arzt aufsuchen. Um Knochenschwund zu behandeln, setzen Mediziner neben Kalzium- und Vitamin-D-Präparaten auch spezielle Osteoporose-Medikamente ein. Leidet eine Frau zusätzlich an Wechseljahresbeschwerden, kann eine Hormontherapie mit Östrogenen sinnvoll sein. Dafür ist eine genauen Abwägung von Nutzen und Risiken vonnöten. Die Behandlung einer Osteoporose dauert oft drei bis fünf Jahre oder sogar länger. Doch empfehlen Fachleute Östrogene in den Wechseljahren so kurz wie möglich einzunehmen, da sonst das Risiko für Brustkrebs, Thrombosen, Herzinfarkte und Schlaganfälle steigen kann.











